Gaia-X Hub Austria VISION

WAS: Die europäische Gaia-X Initiative sieht ein faires und für alle offenes Modell vor, auf dessen Basis beliebige Organisationen Daten austauschen bzw. datenbasierte Geschäftsmodelle aufbauen können.

WARUM: Mit der immer rascher voranschreitenden Digitalisierung in sämtlichen Bereichen des Lebens wird der Wohlstand unserer und zukünftiger Generationen maßgeblich vom Erfolg oder Misserfolg im Bereich der datenbasierten Geschäftsmodelle beeinflusst werden. Daher entwickeln Organisationen aller Art neue und innovative digitale Geschäftsmodelle. Organisationen, die auf das Regelwerk von Gaia-X setzen, werden darauf vertrauen können, dass sie die Kontrolle über ihre Daten behalten können, dass sie die Abhängigkeiten von einzelnen Cloud-Anbieter:innen verringern können und dass sie ihren individuellen Aufwand und das technische Implementierungsrisiko zur Einrichtung eines Datenaustauschsystems deutlich reduzieren können.

FÜR WEN: Österreichs innovative Unternehmen, die heute durch herausragende technologische Fähigkeiten erfolgreich sind, können mittels datenbasierter Geschäftsmodelle einerseits ihre existierenden Marktpositionen absichern und andererseits auch zunehmend neue Wertschöpfungen erzielen. Organisationen der öffentlichen Verwaltung in den unterschiedlichen Bereichen wie Sicherheit, Bildung, Transport, Gesundheitswesen oder auch Bürger:innenservice können durch innovative Datenaustausch- und Verarbeitungsmodelle effektive und moderne Dienstleistungen entwickeln. Gaia-X soll diese Vorhaben massiv beschleunigen und umfassend unterstützen.

Warum Unternehmen an Gaia-X teilnehmen sollten – kurz erklärt in einem Video der Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST:

Bild mit Link zum Video: Die GAIA-X Association und warum Unternehmen dort mitwirken sollten

Gaia-X Hub Austria MISSION

‍Der Gaia-X Hub Austria wird für den Wirtschaftsstandort Österreich sicherstellen, dass in dieser wesentlichen Phase der digitalen Transformation Zeit nicht ungenützt verstreicht, sondern dass Politik, Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und Organisationen der Zivilgesellschaft aktiv und in einigen Themenbereichen führend an der europäischen Gaia-X Initiative teilnehmen.

Um die Gaia-X-Vision wirkungsvoll, sichtbar und nachhaltig zu unterstützen, wird der Gaia-X Hub Austria für sämtliche beteiligten oder interessierten österreichischen Organisationen und Personen bis Ende 2023 die folgenden vier strategischen Handlungsfelder verfolgen:

Der Gaia-X Hub Austria wird sich als erster Kontaktpunkt in Österreich etablieren. Er wird sicherstellen, dass sämtliche Arbeitsergebnisse, Richtlinien, Dokumentationen und Open-Source-Codes in Österreich allen interessierten Stakeholder:innen rechtzeitig, unkompliziert und verständlich verfügbar gemacht und von ihnen genutzt werden können.

Der Gaia-X Hub Austria wird österreichische Organisationen beim Einstieg in datenbasierte Geschäftsmodelle unterstützen und österreichische Unternehmen aller Größenordnungen konkret dazu befähigen, innovative Umsetzungsprojekte zu starten oder sich an solchen Projekten zu beteiligen. Dadurch können diese Erfahrungen sammeln, Know-how aufbauen und ihre Wettbewerbsfähigkeit am europäischen Markt stärken.

Der Gaia-X Hub Austria wird Organisationen dabei unterstützen, sich effizient zu vernetzen und selbständig agierende Arbeitsgruppen, sowie konkrete Umsetzungsallianzen zu etablieren. Der Hub wird den Zugang zu nationalen und internationalen Fördermöglichkeiten erleichtern und erfolgreiche österreichische Umsetzungsprojekte in anderen EU-Ländern bekannt machen. Der Gaia-X Hub Austria stellt höchstmögliche Synergien mit relevanten österreichischen Initiativen und Programmen sicher.

Der Gaia-X Hub Austria wird ein starkes Netzwerk zu anderen nationalen Hubs aufbauen – insbesondere zu jenen aus Nachbar- und osteuropäischen Staaten. Diese gemeinsame, starke Stimme soll sicherstellen, dass österreichspezifische Themen und Fragestellungen auf europäischer Ebene gehört werden, österreichische Projekte sichtbar positioniert werden und der österreichische Einfluss auf die Entscheidungen im Zusammenhang mit der Datenwirtschaft auf EU-Ebene erhöht wird.