Gaia-X Hub Austria

Gaia-X Hub Austria Vision

„Eine starke digitale Volkswirtschaft in Österreich,
in der Daten-Souveränität und Interoperabilität
Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft schaffen.

Gaia-X Hub Austria MISSION

Der Gaia-X Hub Austria agiert als unabhängiger Think Tank und Advisor und unterstützt Entscheidungsträger:innen bei der Gestaltung von Daten-Souveränität und Interoperabilität.

Wir schaffen fundiertes Verständnis zu Architektur, technischen Standards und Marktentwicklungen und leiten daraus konkrete, umsetzungsorientierte Empfehlungen ab.

Wir agieren im Auftrag von BMIMI und BKA und stimmen uns mit anderen europäischen Initiativen (wie Gaia-X, IDSA, BDVA, DSSC) ab.

Im ersten Handlungsfeld liegt der Schwerpunkt auf der Positionierung des Hubs als strategische Referenzstelle für Datensouveränität und Interoperabilität. Bereits in den ersten sechs Monaten wird ein strukturiertes Policy- und Initiativen-Monitoring aufgebaut. Dieses dient dazu, relevante Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene frühzeitig zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Österreich einzuordnen.

Ein erstes Strategic Briefing soll Entscheidungsträgern aus Ministerien, Verwaltung und Wirtschaft einen konsolidierten Überblick über die europäische Entwicklung im Bereich Datenräume, Interoperabilität und Gaia-X geben. Damit wird frühzeitig strategische Orientierung geschaffen und der Hub als fachlich kompetenter Ansprechpartner etabliert.

In der zweiten Phase (2027) werden auf Basis der Arbeit der Working Groups gezielte Position Papers und Handlungsempfehlungen entwickelt. Diese sollen insbesondere Förderlogiken, Interoperabilitätsanforderungen sowie europäische Anschlussfähigkeit adressieren und aktiv in politische und strategische Prozesse eingebracht werden.

Der geplante Impact besteht darin, Datensouveränität und Interoperabilität frühzeitig in politische Strategien, Programme und Fördermechanismen zu integrieren und gleichzeitig die strategische Sichtbarkeit des Hubs zu stärken.

Das Steering Board übernimmt hierbei eine zentrale Rolle bei der Priorisierung relevanter Themenfelder sowie bei der fachlichen Validierung strategischer Positionen. Das Stakeholder Board unterstützt insbesondere bei der Multiplikation der Ergebnisse und der Anbindung an politische und wirtschaftliche Netzwerke. Die Working Groups liefern fachliche Inputs aus konkreten Anwendungsfeldern und identifizieren regulatorische sowie organisatorische Herausforderungen.

Das zweite Handlungsfeld adressiert die zunehmende Komplexität technologischer, regulatorischer und marktbezogener Entwicklungen im Umfeld von Datenräumen und digitalen Ökosystemen. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge in verständliche und entscheidungsrelevante Formate für Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu überführen.

In den ersten Monaten wird ein kompaktes Whitepaper zu Gaia-X, Datenräumen und Interoperabilität erstellt.

Zur Unterstützung der Sichtbarkeit, Wissensvermittlung und Ökosystementwicklung plant der Gaia-X Hub Austria die Erstellung von Videointerviews mit ausgewählten Projekten, Initiativen und Expertinnen und Experten aus dem Umfeld souveräner Datenräume und interoperabler digitaler Infrastrukturen. Die Inhalte werden in unterschiedlichen Formaten aufbereitet: kurze, zielgruppenspezifische Beiträge dienen der laufenden Kommunikation und Sichtbarmachung konkreter Use Cases und Entwicklungen, während vertiefende Langformate im Rahmen der Gaia-X Academy zur strukturierten Wissensvermittlung eingesetzt werden. Ziel ist es, praktische Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus realen Projekten nachvollziehbar aufzubereiten, den Wissenstransfer zwischen Akteuren zu fördern und gleichzeitig die Relevanz souveräner und interoperabler Datenraumansätze für Verwaltung, Wirtschaft und Forschung sichtbar zu machen.

In der zweiten Phase erfolgt die Entwicklung eines „Technology & Standards Compass“, der relevante Technologien, Standards und Initiativen vergleichbar macht und hinsichtlich ihrer strategischen Anschlussfähigkeit bewertet. Parallel dazu wird eine erste Referenzarchitektur für souveräne und interoperable Datenräume erarbeitet.

Der geplante Impact liegt in der Erhöhung der Entscheidungsfähigkeit relevanter Akteure. Durch gemeinsame Zielbilder und verständliche Einordnungen sollen Fragmentierung reduziert, strategische Fehlentscheidungen vermieden und Investitionen besser ausgerichtet werden.

Das Steering Board unterstützt durch fachliches Sparring und Priorisierung relevanter Architektur- und Standardisierungsthemen. Die Working Groups liefern konkrete Anforderungen und Perspektiven aus den jeweiligen Domänen und Use Cases. Das Stakeholder Board unterstützt die Verbreitung und Sichtbarmachung der entwickelten Zielbilder und Orientierungsdokumente.

Das dritte Handlungsfeld fokussiert auf die indirekte Unterstützung der Umsetzung souveräner Datenräume. Der Hub übernimmt hierbei keine operative Projektumsetzung, sondern schafft Transparenz, strukturiert Anforderungen und vernetzt relevante Akteure.

In der ersten Phase erfolgt die Erstellung einer strukturierten Use-Case-Landkarte relevanter österreichischer Initiativen sowie der Aufbau von zwei bis drei thematischen Working Groups. Diese dienen als fachliche Arbeitsplattform zur Diskussion und Strukturierung konkreter Datenraum- und Interoperabilitätsanforderungen.

Weiters erfolgt die Bereitstellung und Weiterentwicklung einer Demonstrationsumgebung zur Veranschaulichung interoperabler und souveräner Datenraum-Architekturen. Die Demonstrationsumgebung dient als praxisnahe Referenz- und Experimentierplattform für souveräne Datenräume und interoperable digitale Infrastrukturen. Sie ermöglicht die anschauliche Darstellung zentraler Gaia-X-Prinzipien, Architekturkomponenten und Interoperabilitätsmechanismen und unterstützt damit die Übersetzung komplexer technischer Konzepte in verständliche und nachvollziehbare Anwendungsbeispiele.

Darüber hinaus bietet die Umgebung eine gemeinsame Grundlage für Working Groups, Demonstratoren, Use Cases und Vernetzungsaktivitäten und stärkt die Sichtbarkeit sowie die europäische Anschlussfähigkeit österreichischer Initiativen im Umfeld von Gaia-X und europäischen Datenraum-Ökosystemen.

Beginnend mit 2027 werden ausgewählte Use Cases vertieft analysiert und hinsichtlich ihrer europäischen Anschlussfähigkeit, ihres Förderpotenzials sowie ihrer Interoperabilitätsanforderungen strukturiert beschrieben. Ergänzend werden praxisnahe Leitfäden und Orientierungshilfen für die Umsetzung entwickelt.

Der erwartete Impact besteht darin, Transparenz über relevante Initiativen zu schaffen, Synergien sichtbar zu machen und strukturelle Hürden frühzeitig zu identifizieren. Gleichzeitig soll die Vernetzung relevanter Akteure verbessert und die Anschlussfähigkeit österreichischer Initiativen an europäische Entwicklungen erhöht werden.

Die Working Groups bilden in diesem Handlungsfeld die zentrale operative Struktur. Sie liefern konkrete Use Cases, Anforderungen und Rückmeldungen aus der Praxis. Das Steering Board priorisiert relevante Themen und bewertet die strategische Relevanz einzelner Initiativen. Das Stakeholder Board unterstützt insbesondere bei der Sichtbarkeit erfolgreicher Use Cases und bei der Vernetzung relevanter Akteure.

Das vierte Handlungsfeld adressiert die strategische Einbettung Österreichs in europäische Initiativen und Ökosysteme. Ziel ist es, relevante Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren, österreichische Interessen einzubringen und die Anschlussfähigkeit nationaler Initiativen sicherzustellen.

In den ersten sechs Monaten wird ein strukturiertes Mapping relevanter europäischer Initiativen erstellt. Dazu zählen insbesondere Gaia-X, DSSC, IDSA, BDVA, sowie ausgewählte IPCEI- und Datenraum-Initiativen. Parallel dazu erfolgt der gezielte Aufbau relevanter europäischer Kontakte und Netzwerke.

In 2027 wird der Fokus auf die aktive Beteiligung an ausgewählten europäischen Initiativen gelegt. Ziel ist nicht eine breite Präsenz, sondern eine fokussierte Beteiligung an wenigen strategisch relevanten Formaten. Darüber hinaus sollen österreichische Projekte und Use Cases gezielt mit europäischen Initiativen vernetzt werden.

Der erwartete Impact liegt in der stärkeren europäischen Anschlussfähigkeit österreichischer Initiativen, einem verbesserten Zugang zu europäischen Netzwerken und einer höheren Sichtbarkeit Österreichs im Umfeld souveräner Datenräume und interoperabler digitaler Infrastrukturen.

Das Steering Board unterstützt bei der strategischen Priorisierung relevanter europäischer Initiativen und bei der Positionierung des Hubs auf europäischer Ebene. Das Stakeholder Board bringt seine Netzwerke und Multiplikatorwirkung ein, um internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. Die Working Groups identifizieren fachliche Themen und Use Cases mit europäischem Potenzial und unterstützen die Anbindung an relevante Initiativen.

Gaia-X Hub Austria Ziele

Auf Basis der vier strategischen Handlungsfelder verfolgt der Gaia-X Hub Austria für die Jahre 2026 und 2027 folgende operative Ziele. Im Mittelpunkt stehen die politisch-strategische Mitgestaltung, die verständliche Aufbereitung komplexer Entwicklungen, die Unterstützung konkreter Anwendungen sowie die Vernetzung österreichischer Akteure mit europäischen Initiativen:

  1. Der Hub schafft eine strukturierte Grundlage für die politisch-strategische Mitgestaltung. Dazu wird 2026 ein Policy & Initiative Radar aufgebaut, der relevante politische und regulatorische Entwicklungen sowie Initiativen im Bereich Gaia-X und Datenräume erfasst und einordnet. Eine priorisierte Themenliste bündelt jene Fragestellungen, die für den österreichischen Standort besonders relevant sind.
  2. Der Hub etabliert geeignete Strukturen und Formate für den strategischen Austausch. Im Jahr 2026 wird eine Steering-Board-Struktur eingerichtet und ein erster Strategic Brief erstellt. Darauf aufbauend sind für 2027 zwei bis drei Position Papers sowie regelmäßige Strategic Briefings vorgesehen, um aktuelle Entwicklungen aufzubereiten und die strategische Diskussion zu unterstützen.
  3. Der Hub macht die Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten von Gaia-X und Datenräumen verständlich. Für 2026 sind das Whitepaper „Gaia-X & Datenräume“ sowie zwei bis drei Projektvideos geplant. Diese Formate sollen zentrale Konzepte erklären, praktische Erfahrungen sichtbar machen und interessierten Organisationen einen leichteren Zugang zum Thema ermöglichen.
  4. Der Hub bietet Orientierung bei technologischen Entwicklungen, Standards und Architekturfragen. Im Jahr 2027 sollen ein Technology & Standards Compass, eine Referenzarchitektur v1 sowie Entscheidungsleitfäden entstehen. Damit werden relevante Informationen strukturiert aufbereitet und Organisationen bei der Einordnung technischer Ansätze sowie der Vorbereitung eigener Entscheidungen unterstützt.
  5. Der Hub schafft einen Überblick über konkrete Anwendungsfälle und fördert den fachlichen Austausch. Im Jahr 2026 wird eine Use-Case-Landkarte erstellt, die Anwendungsfälle sichtbar macht und Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit aufzeigt. Ergänzend werden zwei bis drei aktive Working Groups aufgebaut, in denen interessierte Akteure gemeinsame Fragestellungen bearbeiten und Erfahrungen austauschen können.
  6. Der Hub unterstützt den Zugang zu praktischen Demonstrationen und strukturierten Anwendungserfahrungen. Für 2026 ist eine erste Version einer Demonstrationsumgebung vorgesehen. Im Jahr 2027 sollen drei bis fünf strukturierte Use Cases aufbereitet werden, um Anforderungen, Lösungsansätze und Erfahrungen aus der Anwendung nachvollziehbar darzustellen.
  7. Der Hub erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Organisationen und unterstützt den Einstieg in Datenräume. Für 2027 sind Matchmaking-Workshops geplant, die Akteure mit passenden Interessen und ergänzenden Kompetenzen zusammenbringen. Zwei praxisnahe Leitfäden sollen zusätzliche Orientierung bieten und die Vorbereitung konkreter Vorhaben unterstützen.
  8. Der Hub identifiziert relevante europäische Initiativen und definiert Schwerpunkte für die österreichische Beteiligung. Dazu wird 2026 ein EU-Landscape-Mapping erarbeitet, das einen strukturierten Überblick über relevante Aktivitäten und Anknüpfungspunkte bietet. Auf dieser Grundlage werden Schwerpunktinitiativen definiert und erste europäische Vernetzungen aufgebaut.
  9. Der Hub stärkt die Einbindung österreichischer Projekte in europäische Datenökosysteme. Für 2027 sind die aktive Beteiligung an ein bis zwei EU-Initiativen sowie koordinierte Beiträge zu EU-Prozessen vorgesehen. Die Vernetzung österreichischer Projekte mit europäischen Ökosystemen soll den grenzüberschreitenden Austausch fördern und die Anschlussfähigkeit nationaler Aktivitäten unterstützen.
  10. Der Hub wirkt an der Organisation des Gaia-X Summits 2026 in Wien mit. Die Mitorganisation des Events bietet einen Rahmen, um österreichische Aktivitäten im internationalen Gaia-X-Umfeld sichtbar zu machen, den persönlichen Austausch zu fördern und Kontakte zwischen österreichischen und europäischen Akteuren zu vertiefen.